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Typische Ernährungsfehler bei Hunden

Montag, 02. Januar 2012

Typische Ernährungsfehler bei Hunden

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Und der Mensch behandelt seinen besten Freund zuweilen auch so, als wäre er ein Mensch. Das mag in emotionaler Hinsicht verständlich und nicht selten für Hund und Halter angenehm und gut sein, das ist im Hinblick auf die Ernähung des Hundes aber nicht selten gefährlich.

Denn nicht wenige Hundebesitzer meinen es zu gut mit ihrem Vierbeiner und ernähren ihn falsch. So leiden viele Hunde an Übergewicht, weil der Hundebesitzer es mit der Anzahl der Mahlzeiten einerseits übertreibt und andererseits dem Hund nicht den Auslauf zukommen lässt, den er eigentlich benötigt. Dreimal täglich für eine halbe Stunde frische Luft mag für die meisten Hunde in der heutigen Zeit ausreichend sein, doch dann müssen Hundebesitzer, um Übergewicht zu vermeiden, die Mahlzeiten entsprechend reduzieren. Je eine Mahlzeit am Morgen und am Abend reicht vollständig aus; das eine oder andere Leckerchen zum Gassigehen sollte dabei auch nicht verboten werden. Mehr aber auch nicht. Denn eine Überfütterung kann letztlich zu Fettleibigkeit und Gelenkschäden führen, von organischen Schäden einmal ganz abgesehen. Und was der Hund an Futterresten übrig lässt, sollte möglichst nicht lange herumstehen. So gewöhnt sich der Hund selbst auch an feste Zeiten beim Essen und frisst nicht aus Langeweile.

Diese Langeweile kommt beim Hund ganz sicher nicht auf, wenn er von seinem Besitzer quasi als Abwechslung zum Dosen- und Trockenfutter Frischfleisch oder Knochen bekommt. In Erinnerung an die Vorfahren der Hunde sicher eine gut gemeinte, aber ungesunde Geste. Denn frisches Fleisch kann zu einem Parasitenbefall im Darm des Tieres führen und auf Knochen sollte gänzlich verzichtet werden. Einerseits können die Knochen durch scharfe Kanten Verletzungen im Magen- und Darmtrakt des Hundes verursachen. Auf der anderen Seite besteht grundsätzlich die Gefahr einer Verstopfung, da der Darm des Hundes langsamer arbeitet als der seiner Vorfahren, die naturgemäß auf Knochen und frisches Fleisch als Nahrungmittel angewiesen waren.

Völlig verkehrt und immer wieder ein Auslöser für Unwohlsein und Krankheiten bei Hunden ist die Fütterung mit Speiseresten. Durch den Mangel an Proteinen und Vitaminen sowie einer sehr starken Würze der menschlichen Speisen zeigen sich auf Dauer Mangelerscheinungen bei den Tieren. Letztlich war die Fütterung mit Knochen und Speiseresten ein Grund, weswegen sich Tierärzte in den 1960er Jahren vehement für die Produktion vom hochwertigem Trocken- und Dosenfutter einsetzten.

Wer seinen Hund wirklich liebt und ihm nur Gutes zuteil werden lassen will, bietet ihm also eine an Vitaminen, Proteinen und Mineralien ausgewogene Ernährung an.